SZ-Magazin 20.8.2010 Christian Zaschke: Das verstehe ich nicht

22 August, 2010 (13:15) | SZ - Blüten | By: webmaster

Große Chance vertan

Natürlich kann jeder verstehen, dass es schwerfällt, auf Fleischkonsum zu
verzichten, zumal wenn man selbst häufig Fleisch & Wurst isst.
Daß aber Christian Zaschke in der SZ-Magazin-Kolumne ‚Das verstehe
ich nicht’ überhaupt keine positiven Ansätze aufzeigt, weniger oder besseres
Fleisch zu essen, das ist einfach nur niederschmetternd.
Ihr Zeitungsleute habt immer noch so viel Macht – viele von Euch scheinen
das nicht zu wissen.
Weniger Fleisch essen, nur Biofleisch essen – sich auf einen außerordentlichen
Leckerbissen von Fleisch freuen zu können- , kein Fleisch wegwerfen,
nachdem man seine zu große Portion nicht geschafft hat zu vertilgen:
das sind die kleinen Schritte, die der Diktatur der Billigmärkte und Effizienz-
Fleischzuchtbetriebe die Stirn bieten können.
Aber so: hier die vielen Fleischesser, dort die als Gutmenschen belächelten
Fleischverzichtler. Einfach nur doof, der Schreiber.

Monsterhecht im Mittersee (bei Ruhpolding)

16 Juli, 2010 (21:13) | Regionales/Chiemgau | By: webmaster

Am 13.07.2010 war ich gegen 14.30 Uhr am Mittersee bei Ruhpolding zum Baden angekommen.
Da der See sehr klein ist, schwamm ich mit Schnorchel wie immer von der Straßenseite aus ans andere Ufer, in die Richtung, wo eine Blockhütte am Waldrand steht.
Nach kurzem Ausruhen ging ich zurück ins Wasser, um wieder zum Badeplatz zurückzuschwimmen.
Ungefähr 5 Meter vom Ufer entfernt, gesellte sich ein mittelgroßer Karpfen zu mir, er umschwamm
mich furchtlos; von seiner Schwanzflosse war nur noch die untere Hälfte vorhanden.
Bevor ich mir auch nur einen Gedanken zu diesem seltsamen Schauspiel machen konnte, stockte mir
der Atem. Unmittelbar neben mir stand ein riesiger Hecht im Wasser, Länge mindestens 150 cm,
wahrscheinlich aber noch recht viel größer.
Ich suchte schleunigst das Weite, schwamm zurück zum Badeplatz auf der Straßenseite des Mittersees.

Eine schlüssige Erklärung für das Verhalten des Karpfen hatte ich nach dem Überwinden des ersten
Schreckens schnell parat: er hatte Schutz gesucht vor seinem Hauptfeind, und sich deshalb für
ein paar Minuten mir angeschlossen. Schon früher und auch an diesem Tag war mir aufgefallen,
daß sich erwachsene Äschen und andere nicht ganz kleine Fische zwischen den Badenden auf
der Straßenseite tummelten, auch sie suchten Schutz vor dem Monsterhecht.

Schätzungsweise ist er der einzige Hecht im Mittersee, der möglicherweise seine Artgenossen längst
verspeist hat. Nur über den schmalen Einfluß aus dem Weitsee sowie den Abfluß zum Lödensee kommen wohl neue Fische und somit Nahrung für den Hecht in den bei Sommerhitze schnell teilver-
landenden Mittersee, der zudem in seinen maximal 6 Metern Tiefe keinerlei Versteckmöglichkeiten
für Fische bietet.

Meine Angabe zur Größe des Monsterhechts entspricht der Realität.
In den Jahren 2004 und 2005 hatte ich reichlich Begegnungen mit Großfischen, zu denen ich auch
Haie zählen möchte, und zwar in den Gewässern rund um die britischen Turks- & Caicos-Inseln
am nördlichen Rand der Karibik.
Unter anderem sah ich auf kurze Distanz: Ammenhaie, Schwarzspitzenriffhaie sowie Mantarochen.

Für erwachsene Badegäste dürfte der Mitterseer Monsterhecht relativ ungefährlich sein, maximal
beißt er jemanden als Drohgebärde, sein Revier zu verlassen.
Für Kleinkinder allerdings, und auch für kleine Hunde, die am Westufer schwimmen gehen, sehe
ich eine potentiell starke Gefahr, da Hechte den sogenannten Schnappreflex haben, d.h. nach
allem schnappen, was freßbar erscheint.

Es ist meiner Meinung nach sehr angeraten, von Seite der Gemeinde Ruhpolding aus, als auch in der
lokalen Tageszeitung (Traunsteiner Tagblatt) vor diesem Monsterhecht zu warnen.
Oder muß erst ein Unglück passieren?

Habe beide Seiten per Mail am 13.07.2010 auf den Hecht hingewiesen, bis heute, 16.07.2010,
hat sich aber niemand bei mir rückgemeldet.

Es soll später aber niemand sagen, es hätte keine Warnung gegeben.

MBE