Kein Kaffee in Markranstädt

5 Mai, 2015 (20:29) | Handball | By: webmaster

Die Handballherren der SG LVB Leipzig tragen ihre Heimspiele der 3. Liga Ost in der Saison 2014/15 nicht mehr in der Sporthalle Brüderstraße Leipzig aus, sondern vor etwa 200 Zuschauern in der Stadthalle Markranstädt, westlich von Leipzig gelegen. Gut 20 Minuten fährt man mit dem Zug dorthin, der Takt zu den Spielen am Wochenende ist allerdings ungünstig; Anreise lange vor Spielbeginn bzw. langes Warten auf den Zug nach Leipzig nach dem Schlußpfiff ist angesagt.

Am 29. März 2015 fand das Spiel gegen die HSG Rodgau Nieder-Roden statt, ein gutes Dutzend Spielereltern war wie ich per Bahn angereist. Einige freuten sich schon bei Spielbeginn auf die wohlverdiente Tasse Kaffee in der Halbzeitpause. Doch Pustekuchen! An der Eingangstür zur Sporthallenkantine verwehrten uns zwei Security-Helden den Zutritt mit dem Hinweis, nur Vereinsmitglieder der SG LVB Leipzig sowie die Sponsoren dürften in die Kantine. Für uns normales Handballfanfußvolk gab es nur im Eingangsbereich der Halle einen Tresen mit Kaltgetränken. Davor hatte sich aber längst eine lange Schlange Wartender gebildet.

Was also tun? Spontan passives Vereinsmitglied werden, nur um an eine Tasse Kaffee zu kommen? Oder in typischer Wessi-Manier ein Bündel mit 50-€-Scheinen aus der Gesäßtasche ziehen, um als Neusponsor den Eintritt in die Kantine zu schaffen? Das kann es ja alles nicht sein.

Zwei Wochen vor dem nächsten Heimspiel am 25. April gegen den SV Anhalt Bernburg rief ich in der Geschäftsstelle der SG LVB Leipzig an, um auf den Kaffee-Mißstand in der Markranstädter Sporthalle aufmerksam zu machen, und bat darum, Abhilfe zu schaffen. Kein Problem, hieß es, wird gemacht, kommt nicht mehr vor.

Vor Ort beim Spiel: wieder kein Kaffee in Markranstädt!